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Magnetbänder

3. Februar 2010

Ein Magnetband ist ein Datenträger und besteht in der Regel aus einer langen, schmalen Folie aus Kunststoff, die mit einem magnetisierbaren Material beschichtet ist. Das Band ist auf Spulen aufgewickelt und oft in Kassetten (Cartridge) eingebaut.

Im professionellen Umfeld werden Magnetbänder wegen ihrer allgemein hohen Zuverlässigkeit und Langzeitstabilität zur Datenspeicherung und Archivierung eingesetzt. Dazu werden meist Bandbibliotheken (Tape-Librarys) verwendet, die viele tausende Bänder beinhalten können. Ein Storage Area Network (SAN) bietet kaum einen besseren Kostenfaktor und wird daher als Ersatz für Bänder erst gelegentlich herangezogen. Preisgünstige externe PC-Festplatten können im professionellen Bereich praktisch keinen Kostenvorteil ausspielen, denn sie gelten hier als bei weitem zu unzuverlässig.

Vorteile von Magnetbändern:

  • Hohe Kapazität (aktuell bis zu 3,2 TB pro Band)
  • Hohe Datentransferrate (aktuell bis zu 360 MB/s pro Laufwerk)
  • Lange Lagerbarkeit (zum Teil über 30 Jahre)
  • Auslagerbar
  • Mehrfach beschreibbar
  • Medien sind unempfindlich gegen Stöße und Herabfallen

Nachteile von Magnetbändern:

  • Empfindlich gegen Staub, Feuchtigkeit, Temperatur oder magnetische Felder
  • Verschleiß bei häufiger Benutzung (ca. 30 mal)
  • Sequentieller Speicher (kein direkter Zugriff auf bestimmten Bereich möglich)
  • Hinzukommende Daten können nur am Ende angefügt werden
  • Lange Zugriffszeiten (Spulen notwendig!)
  • Ungleichmäßige Vor- und Rückwärtsbewegung bei stockender Datenzufuhr (siehe „Shoeshine-Problem“)
  • Wenige Anbieter –> höhere Kosten
  • Spezielle Software notwendig
  • Bandlaufwerke oder Libraries notwendig
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